
Wer sich von seinem Lanzaroteurlaub eine üppige Flora und Fauna verspricht, wird wohl sehr enttäuscht wieder seine Heimreise antreten. Lanzarote hatte alles
andere, aber sicher keine üppige Flora und Fauna. Obwohl der Boden als Vulkanboden durchaus sehr fruchtbar sein kann, scheitert ein üppiger Bewuchs am
Wassermangel. Die Kanaren beziehen Ihr Wasser vor allem durch die Pasatwinde, in deren Einzugsbereich die Kanaren allesamt liegen. Während die Nachbarinseln
wie Gran Canaria oder Teneriffa durchaus sehr üppige grüne Landschaftszonen besitzen, fallen diese auf Lanzarote aus. Der Grund ist recht einfach: Die
Passatwolken befinden sich auf niedriger Höhe und können sich nur dann abregnen, wenn Sie durch Berge zum aufsteigen gezwungen werden. Dies funktioniert auf
Teneriffa durch gewaltige Bergmassive perfekt. Auf Lanzarote gibt es aber einfach keine hohen Berge, so daß die Passatwolken einfach drüber ziehen und auch
sofort wieder die Sonne scheint. Echte atlantische Tiefdruckgebiete gibt es auf den Kanaren zwar auch, allerdings so selten, daß diese niemals ausreichen
könnten, eine üppige Vegetation zu schaffen. Die Vorhande lebt allerdings von diesem Wasser.
Bäume, wie man sie von Mitteleuropa kennt, können auf Lanzarote nicht wachsen. Diese würden einfach vertrocknen. Palmen gibt es in vielen Arten und
Varianten, vor allem die auf allen Kanareninseln vorkommende Stechpalme findet man überall. Wolfmilchgewächse, die oft als unscheinbare Büsche in der
Landschaft stehen, findet man auch überall, ebenso wie der kanarenendemische Drachenbaum, der übrigens auch das Wahrzeichen der Insel Teneriffa ist.
Die Fauna der Insel ist sehr dürftig. Außer Eidechsen und Geckos und ein paar Wildkaninchen ist die Insel fast nur von Haustieren bewohnt. Jedoch gehören zu
den Haustieren der Einwohner nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Ziegen, Dromedare, Maultiere und Esel. Noch heute werden letztere für den Transport von
Lasten noch teilweise eingesetzt. Verschiedene Vogelarten gibt es jedoch. Weltberühmt ist der Kanarienvogel, dessen Urahne noch heute auf Lanzarote
anzutreffen ist. Allerdings ist der sein Gefieder nicht so bunt, wie die des heute durch Zucht erhältlichen Haustieres.